2016 führte GfK Austria den CSR-Monitor erneut durch. Er soll den Stand der Dinge in Österreich ebenso abbilden sowie Hinweise für künftige Entwicklungen geben.

Drei Viertel der Österreicher/-innen nehmen CSR als wichtig oder sehr wichtig war. Das Verständnis für dieses Thema stieg in den letzten Jahren deutlich. Fast neun von zehn Befragten erwarten von jedem Unternehmen, dass es sich gesellschaftlich verantwortlich verhält. Besonders oft wünschen sie sich Umweltschutz-Aktivitäten oder die Förderung der Region.

Daher legte GfK erstmals einen Fokus auf den Umweltschutz gelegt. Hier versuchen die Befragten, selbst einen Beitrag zu leisten, zum Beispiel durch bewusstes Einkaufen, indem sie eine mitgebrachte Tragetasche statt Plastiksackerl verwenden, oder indem sie den Müll trennen. Generell ist die Müllvermeidung eine klare Forderung der Konsumenten/-innen gegenüber dem Lebensmittelhandel – hier orten sie noch Verbesserungspotenzial.

Von den Banken und Versicherungen erwarten sich die Österreicher/-innen, dass sie sich der gesellschaftlichen Verantwortung widmen. Vor allem im persönlichen Bereich gibt es eine klare Erwartungshaltung, d.h. bei allem, was mit Kunden/-innen und Produkten in Zusammenhang steht. Jede/-r zweite Befragte ist der Ansicht, dass es sehr oder äußerst wichtig ist, dass die Banken und Versicherungen CSR im Unternehmen implementieren und in ihrem Bereich einen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft leisten. Allerdings nehmen nur 10 Prozent Verbesserungen durch die entsprechenden Maßnahmen der letzten Jahre war.

Für die Befragten ist die größte Schwachstelle von CSR die geringe Kontrolle der tatsächlichen Aktivitäten der Firmen. Außerdem befürchten sie, dass die Kunden/-innen die entstehenden Kosten für solche Aktivitäten tragen müssen oder dass das Engagement für Marketing missbraucht wird.

http://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/AT/PM_2016/GfK_PM_CSRMonitor2016.pdf