Am 25.10.2011 präsentierte die Europäische Kommission ihre neue Kommunikation zu CSR, die „EU-Strategie (2011 – 2014) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)“. Darin zieht sie Resümee über die bisherige Entwicklung der gesellschaftlichen Verantwortung, legt eine neue Definition vor („die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“) und kündigt nächste Schritte an.

Laut dem Papier sollen die Unternehmen selbst bei der Entwicklung von CSR federführend sein, die Behörden sollen unterstützen und auf einen intelligenten Mix aus freiwilligen Maßnahmen und nötigenfalls ergänzenden Vorschriften setzen. Von EU-Seite aus geplante Aktivitäten sind z.B. Preise für CSR-Partnerschaften zwischen Unternehmen und anderen Stakeholdern (ab 2012) oder die Einrichtung von Multi-Stakeholder-CSR-Plattformen (2013) für relevante Wirtschaftszweige.

Außerdem sollen Firmen stärker in die Pflicht genommen werden – sie müssen ihre Auswirkungen auf Gesellschaft & Umwelt offenlegen. Den Regierungen wird empfohlen, bei der Beschaffung auch auf Nachhaltigkeit Rücksicht zu nehmen; außerdem sollen alle Mitgliedsstaaten CSR-Aktionspläne erstellen. Betreffend Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern will die Europäische Kommission überprüfen, ob sie den von ihnen eingegangenen Verpflichtungen nachgekommen sind, international anerkannte CSR-Grundsätze und -Leitlinien zu beachten und ISO 26000 zu berücksichtigen.