Die Mitglieder der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) einigten sich im Oktober auf die Einführung eines globalen marktbasierten Mechanismus zur Regulierung der CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr. Die EU sieht darin einen Meilenstein ihrer Strategie für emissionsarme Mobilität.

Zweck dieser Global Market-Based Measure (GMBM): Luftfahrtunternehmen sollen ab 2020 den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Flotten ausgleichen. Dafür sollen sie „Emissionseinheiten“ kaufen, die in anderen Wirtschaftszweigen aus Projekten zur CO2-Verringerung entstehen.

In der ersten Phase (bis 2026) machen 65 Vertragsstaaten mit – auf freiwilliger Basis. Von Anfang an dabei sind alle EU-Mitgliedsstaaten. 18 der teilnehmenden Länder gehören zu jenen 20 Staaten mit dem größten internationalen Zivilluftfahrtsektor. In der zweiten Phase von 2027–2035 ist die Teilnahme verbindlich. Ausgenommen werden Länder mit einem kleinen Luftfahrtsektor. Dadurch sollen zwischen 2012 und 2035 rund 80 Prozent der Emissionen, die über dem Niveau von 2020 liegen, ausgeglichen werden.

Für die Europäische Kommission stellt das GMBM einen wichtigen Meilenstein ihrer Strategie für eine emissionsarme Mobilität dar.