Das Weltwirtschaftsforum (organisiert die jährliche, gleichnamige Zusammenkunft in Davos) präsentierte seinen aktuellen „World Economic Forum’s Global Risks 2013” Bericht. Der Report kombiniert die Schlüsselergebnisse einer Umfrage unter 1.000 Experten und Expertinnen aus Wirtschaft, Staat und Wissenschaft zu 50 globalen Risiken und ihren Auswirkungen in den nächsten 10 Jahren. Diese 50 Risiken unterteilte die Stiftung in fünf Kategorien: Ökonomische, ökologische, geopolitische, soziale und technologische Risiken.

Als wahrscheinlichste Risiken sahen die Befragten „schwere Einkommensunterschiede“, „chronische finanzwirtschaftliche Ungleichheiten“, „zunehmende Treibhausgasemissionen“, „Wasserversorgungs-Krisen“ sowie „Miss-Management einer überalternden Bevölkerung“. Die Risiken mit der größten Auswirkung waren „bedeutendes systemisches finanzielles Versagen“, „Wasserversorgungs-Krisen“, „chronische finanzwirtschaftliche Ungleichheiten“, „Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen“ sowie „Versagen bei der Anpassung an den Klimawandel.“

Auf Basis der Umfrageergebnisse, Gespräche mit Experten und Expertinnen sowie weiterer Untersuchungen präsentiert der Report drei Fallstudien. Diese umfassen laut Weltwirtschaftsforum eine interessante Kombination globaler Risiken, welche auf globalem und nationalem Level diskutiert werden. Die drei Risiko-Fallstudien sind: „Testing Economic and Environmental Resilience“ – dies bedeutet, dass das globale Wirtschaftssystem seine Resilienz gegenüber harten gesetzlichen Finanzrahmenbedingungen sowie Finanzkrisen beweisen müsste, während die Resilienz der Natur gegenüber dem Klimawandel und Umweltschäden durch Umweltkatastrophen gefordert würde. „The Dangers of Hubris on Human Health“ reflektiert die steigende Anzahl Antibiotika-resistenter Bakterien und hinterfragt, ob die medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte eine falsche Sicherheit vermitteln. „Digital Wildfires in a Hyperconnected World“ überlegt, welche Folgen Falschinformationen oder falsch verstandene Informationen in einer vernetzten Welt wie dieser haben könnten, ausgehend von der Massenpanik in den USA 1938, als die Sci-Fi-Geschichte „The War of the Worlds” im Radio ausgestrahlt wurde und die Hörer tatsächlich an einen Angriff Außerirdischer glaubten.

Weiterführende Informationen:
World Economic Forum’s Global Risks 2013 Report
Report zur Resilienz einzelner Staaten