Am 28.10.2016 beschlossen die Mitglieder der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) den Schutz von 1,5 Millionen Quadratkilometern in der Antarktis.

24 Staaten und die Europäische Union bilden die CCAMLR. Diese verwaltet die antarktischen Gewässer. 2011 stellten die USA und Neuseeland erstmals den Antrag, ein Schutzgebiet im Rossmeer zu errichten, 2016 wurde es tatsächlich geschaffen.

Das Gebiet gilt als eines der letzten intakten Ökosysteme des Planeten. Im neuen Meeresschutzgebiet, das mit 1,55 Millionen Quadratkilometern rund 20 Mal so groß ist wie Österreich. 38 Prozent des weltweiten Adeliepinguin-Bestands leben im Rossmeer, 26 Prozent des weltweiten Kaiserpinguin-Bestands im Rossmeer, Wale, Robben und Riesen-Antarktisdorsche.

Ab Inkrafftreten im Dezember 2017 darf die Fischereiindustrie für vorerst 35 Jahre hier nicht auf Fang gehen. Damit ist das Rossmeer das erst zweite Schutzgebiet in internationalen Gewässern: 2009 beschloss die CCAMLR die Südlichen Orkneyinseln unter Schutz zu stellen.

Umweltschutzorganisationen haben weitaus größere Pläne: Sie fordern, mindestens 40 Prozent der weltweiten Meeresflächen zu schützen.