Eine neue Plattform für Polyolefine soll dazu beitragen, dass bis 2025 55 Prozent der Kunststoff-Verpackung wiederverwertet und recycelt wird.

Das Kreislaufwirtschafts-Modell der Europäischen Kommission sieht vor, dass Kunststoff deutlich besser wiederverwertet wird. Ausgehend vom EU-Ziel erkannte die Industrie, dass Business as usual nicht weiterhilft.

Eine neue Plattform soll nun Ideen liefern und Akteure/-innen vernetzen: Die Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP). Dahinter stehen die drei Industrieverbände EuPC, PRE and PlasticsEurope. Sie planen einen Multi-Stakeholder-Dialog. Er soll Hindernisse und Chancen identifizieren, um den Kunststoff-Recyclinganteil in Europa zu steigern und gleichzeitig den Markt mit hochwertigem wiederaufbereitetem Kunststoff zu versorgen. Sowohl öffentliche als auch private Unterstützung sei dafür nötig, so die drei Organisationen.

Sie identifizierten sechs Prioritäten:

  • Entwicklung von Verpackungs-Richtlinien und Begutachtungs-Protokolle basierend auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
  • Innovationen, um die Recyclingfähigkeit von flexiblen und starren Verpackungen zu steigern.
  • Europaweite Qualitätsstandards für sortierte Kunststoffe, Harmonisierung der Test-Methoden für selbige und Zertifizierung von Plastik-Recycling-Fabriken.
  • Innovation und Entwicklung von Endnutzungs-Märkten, um den Bedarf an recyceltem Plastik zu stärken.
  • Innovationen stimulieren für die Verbesserung von mechanischem Recycling, Umwandlungs-Technologien und Wiederverwendung.
  • Forschung und Entwicklung neuer Technologien forcieren, um nicht-mechanisch wiederverwertbaren Kunststoff als Grundlage für die Produktion neuer Materialien nutzen zu können.