Im November 2016 veröffentlichte die EU die Liste jener sechs Produkte, für die Effizienzstandards eingeführt werden sollen.

Für den Zeitraum 2016 bis 2019 werden sechs Produkte in das Arbeitsprogramm der Ökodesignrichtlinie aufgenommen, von denen sich die Kommission großes Energiesparpotenzial erhofft:

  • Handtrockner
  • Aufzüge
  • Solarpaneele
  • Kühlbehälter
  • elektrische Wasserkocher
  • Automatisierungs- und Kontrollsysteme von Gebäuden

Von der Umsetzung der Ökodesign- und Energie-Label-Direktive erhofft sich die EU deutliche Energiekosten-Einsparungen ihrer Konsumenten/-innen: Bis zu EUR 490 niedrigere Ausgaben für Energie sollen möglich sein (die Konsumentenorganisation BEUC geht von EUR 454 aus), gleichzeitig soll damit die Industrie EUR 55 Billionen Umsatz erzielen. Außerdem tragen sie zur Hälfte der EU-Energiesparziele bis 2020 bei und zu über einem Viertel der Emissions-Reduktionsziele. Bereits jetzt, so die EU-Kommission, würde der durch diese Richtlinien verringerte Energieverbrauch jenem von ganz Italien entsprechen.

Umweltschützer kritisieren den einseitigen Fokus auf Effizienzstandards. Sie fordern, dass der nachhaltige Einsatz von Ressourcen ebenso berücksichtigt werden müsse. So würden IT Produkte wie Smartphones auf der Liste fehlen, obwohl diese in der Herstellung enorme Mengen an Kohlenstoffdioxid freisetzen und sich der Abbau von Rohstoffen negativ auf Umwelt und Klima auswirkt. Andere fordern, weitere Produkte auf die Liste zu setzen, darunter Föns oder Toaster. Es bräuchte auch Vorgaben zur Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Geräten des täglichen Bedarfs.