In eigener Sache

-  Hauska & Partner CSR-Bericht

Standards & Richtlinien

-  Europäische Kommission veröffentlicht neue CSR-Strategie
-  Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa
-  Bundesweites Klimaschutzgesetz in Österreich beschlossen
-  Zertifizierbare österreichische CSR-Regel ONR 192500 veröffentlicht
-  Ergebnisse der UN Klimakonferenz und neue Klima-Daten
-  Global Reporting Initiative präsentiert neue Datenbank
-  Deutscher Nachhaltigkeitskodex beschlossen
-  Nachhaltige Anlage-Bewertungssysteme

Rankings & Preise

-  Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie ausgeschrieben
-  Ausschreibung für den knewLEDGE-Staatspreis läuft bis 17. Februar
-  Stadt Wien schreibt Umweltpreis aus
-  SozialMarie wieder ausgelobt
-  ASRA holte beste Nachhaltigkeitsberichte vor den Vorhang
-  Klimaschutzpreis verliehen
-  2 Unternehmen und 1 Verein mit meritus ausgezeichnet
-  EMAS-Preise in Krakau überreicht
-  Nachhaltige Gestalter gewählt
-  Staatspreis für alternative Mobilitätslösungen überreicht
-  Gewinner des 26. ÖGUT-Umweltpreises
-  Energy Globe Awards international und national vergeben
-  Beste Online-CSR-Kommunikation ausgezeichnet
-  Salzburger Unternehmen mit 1. Corona-CSR-Preis ausgezeichnet

Studien

-  Klimawandel beschäftigt Europäer mehr als Wirtschaftskrise
-  EU-Fortschrittsbericht zeichnet ambivalentes Bild
-  Investitionen in nachhaltige Unternehmen zahlen sich aus
-  Diversity zahlt sich aus
-  Frauenanteil im Vorstand wächst weltweit minimal
-  Drei österreichische Firmen in den Carbon Disclosure-Leadership Index (CDLI) aufgenommen
-  Fünf Staaten verursachen Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen
-  Weltweit mehr Nachhaltigkeitsberichte
-  Transparency International berichtet über Korruption in Staaten und Unternehmen
-  Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter im deutschprachigen Raum
-  Bewusstsein für Wasserrisiken noch gering, aber steigend
-  Spekulationen haben negative Auswirkungen auf die Agrar-Rohstoffpreise
-  CSR im österreichischen Einzelhandel getestet
-  Österreichern ist sauberer Strom wichtiger als billiger
-  Energieversorger brauchen bessere Nachhaltigkeitskommunikation

 


In eigener Sache


Hauska & Partner CSR-Bericht

Der neue CSR-Bericht von Hauska & Partner ist jetzt online. Darin berichten wir über unser eigenes Nachhaltigkeitsmanagement der Jahre 2009 – 2010. Der aktuelle Report enthält Ziele, Daten/Fakten und Projekte unserer Schwerpunkte „Responsible Consulting“, „Learning Organisation“ und „Excellent Work[places]“. Wir wählten den Online-Modus, um allen Stakeholdern direkte Kommentare zu ermöglichen. Weitere Gründe, die für eine Internet-Version sprachen, lesen Sie im CSR-Blog.

Wir laden Sie ein, uns Feedback zu geben. Diskutieren Sie mit uns über CSR und die Verantwortung in der Beraterbranche – am besten auf der Website des Reports!

Weiterführende Informationen:
Hauska & Partner CSR-Bericht 2009 – 2010

 


Standards & Richtlinien


Europäische Kommission veröffentlicht neue CSR-Strategie

Am 25.10.2011 präsentierte die Europäische Kommission ihre neue Kommunikation zu CSR, die „EU-Strategie (2011 – 2014) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)“. Darin zieht sie Resümee über die bisherige Entwicklung der gesellschaftlichen Verantwortung, legt eine neue Definition vor („die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“) und kündigt nächste Schritte an.

Laut dem Papier sollen die Unternehmen selbst bei der Entwicklung von CSR federführend sein, die Behörden sollen unterstützen und auf einen intelligenten Mix aus freiwilligen Maßnahmen und nötigenfalls ergänzenden Vorschriften setzen. Von EU-Seite aus geplante Aktivitäten sind z.B. Preise für CSR-Partnerschaften zwischen Unternehmen und anderen Stakeholdern (ab 2012) oder die Einrichtung von Multi-Stakeholder-CSR-Plattformen (2013) für relevante Wirtschaftszweige.

Außerdem sollen Firmen stärker in die Pflicht genommen werden – sie müssen ihre Auswirkungen auf Gesellschaft & Umwelt offenlegen. Den Regierungen wird empfohlen, bei der Beschaffung auch auf Nachhaltigkeit Rücksicht zu nehmen; außerdem sollen alle Mitgliedsstaaten CSR-Aktionspläne erstellen. Betreffend Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern will die Europäische Kommission überprüfen, ob sie den von ihnen eingegangenen Verpflichtungen nachgekommen sind, international anerkannte CSR-Grundsätze und -Leitlinien zu beachten und ISO 26000 zu berücksichtigen.

Weiterführende Informationen:
Link zur deutschen Version


Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa

Im neuen Fahrplan legt die Europäische Kommission offen, wie die europäische Wirtschaft bis 2050 ressourcenschonend umgestaltet werden soll. Daher werden die Wirtschaftszweige, die die meisten Ressourcen verbrauchen – Lebensmittel, Gebäude und Mobilität – genannt und Maßnahmen zur Adaption von Produktion und Verbrauch vorgeschlagen. Geplant sind etwa Anreize für Investoren zur Förderung umweltfreundlicher Innovationen, eine umweltfreundlichere öffentliche Beschaffung oder auch die stärkere Besteuerung von Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch anstelle des Faktors Arbeit umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen Verbraucher ermutigt werden, auf ressourcenschonende Produkte umzusteigen. Preise sollten so angepasst sein, dass sie die wahren Kosten des Ressourcenverbrauchs widerspiegeln (Produktlebenszyklus).

Ziele und Indikatoren werden nun bis 2013 unter Einbeziehung von politischen Entscheidungsträgern, Sachverständigen, NGO, Wirtschaft und Verbrauchern entwickelt. Die Kommission wird die entsprechenden politischen und Legislativvorschläge zur Durchführung des Fahrplans vorlegen, die Mitgliedstaaten müssen ebenfalls Maßnahmen auf nationaler Ebene erarbeiten.

Weiterführende Informationen:
Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa


Bundesweites Klimaschutzgesetz in Österreich beschlossen

Am 19. Oktober 2011 verabschiedete der Nationalrat ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen CO2-Einsparzielen für einzelne Wirtschaftssektoren ab 2012. Bis zum Beginn des kommenden Jahres sollen entsprechende Maßnahmenbündel entwickelt werden, denn Österreich verpflichtete sich, seine Treibhausgasemissionen bis 2012 um 13 Prozent (gegenüber 1990) zu senken bzw. um 16 Prozent bis 2020 (gegenüber 2005). Allerdings werden bisher nur die Ziele in der Landwirtschaft, der Abfallwirtschaft sowie bei den sogenannten fluorierten Gasen erfüllt. Säumig sind Verkehr, Raumwärme und Wirtschaft – ihnen drohen Sanktionen beim Überschreiten der Höchstgrenze. Die Emissionshöchstmengen wurden pro Sektor festgelegt, Rechte und Pflichten in verbindlicher Form für alle Ebenen sowie die Aufteilung der Kosten bei Nicht-Erreichen der Ziele festgeschrieben. Als Benchmarks sollen die europaweit effizientesten Anlagen dienen.

Maßnahmen werden vor allem in sechs Bereichen empfohlen: Erhöhung der Energieeffizienz, stärkere Nutzung erneuerbarer Energieträger, Berücksichtigung des Klimaschutzes in der Raumplanung, Mobilitätsmanagement, Abfallvermeidung, Erweiterung natürlicher Kohlenstoffsenken und ökonomische Anreize für Klimaschutzmaßnahmen.

Die Novelle schafft auch die Grundlagen für den Emissionshandel ab 2013, zusätzlich entstehen zwei neue Gremien: das nationale Klimaschutzkomitee (für Strategien und Planung zuständig) sowie ein nationaler Klimaschutzbeirat.

Weiterführende Informationen:
Kurzbeschreibung und Downloadmöglichkeit des Klimaschutzgesetzes


Zertifizierbare österreichische CSR-Regel ONR 192500 veröffentlicht

Im November erschien die finale Fassung der neuen österreichischen CSR-Regel ONR 192500:2011 11 01. Sie lehnt sich stark an ISO 26000 an, ist jedoch zertifizierbar. Während der internationale CSR-Leitfaden der allgemeinen Unterstützung bzw. Orientierung beim Einführen, Verwirklichen und Verbessern des CSR-Managements dient, gibt die heimische Variante detailliertere Anweisungen. Sie beschreibt nicht nur den Prozess zur Integration und laufenden Weiterentwicklung von CSR im Sinne eines Managementsystems, sondern definiert auch inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen, die für eine Selbstdeklaration und/oder den Nachweis durch unabhängige Dritte (Zertifizierungsorganisation) verwendet werden können. Erhältlich ist sie beim Austrian Standards Institute (deutsch und englisch).

Neben der ONR 192500 werden auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Standards geschaffen, etwa in Frankreich, im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden sowie in Spanien und Portugal.

Weiterführende Informationen:
Austrian Standards Website


Ergebnisse der UN Klimakonferenz und neue Klima-Daten

Bei der Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban beschlossen die Teilnehmer einen Fahrplan für ein neues globales Klimaschutzabkommen ab dem Jahr 2020. Die Delegierten aus mehr als 190 Staaten vereinbarten bis 2015 die Aushandlung eines verbindlichen Abkommens. Nach der Ratifizierung soll es ab 2020 in Kraft treten. Das im nächsten Jahr auslaufende Kyoto-Protokoll wird bis dahin fortgeschrieben. Die USA sowie große Schwellenländer wie China und Indien sollen, anders als beim Kyoto-Protokoll (Kanada stieg erst im Dezember 2011 aus), diese Übereinkunft unterschreiben. Einzelheiten wie Vorgaben zur Reduktion von Treibhausgasen wurden noch nicht fixiert. Sie sollen auf Basis neuer Berichte des Weltklimarats IPCC festgelegt werden.

Die Notwendigkeit klimaschützender Maßnahmen belegen laufend neue Studien. So zeigte der Weltklimarat IPCC in seinem Bericht, dass Maßnahmen für Klimaanpassung und Risikomanagement gestärkt und besser verknüpft werden müssen. Erwartet werden deutlich mehr Extremwetterereignisse. Bereits jetzt kann festgestellt werden, dass die wirtschaftlichen Schäden durch extreme Wetter- und Klimaereignisse in den letzten Jahrzehnten angestiegen sind.

Die Welt-Wetterorganisation (WMO) präsentierte bei der Konferenz neue Daten zur Klimaerwärmung: Seit 1997 wurden die 13 wärmsten Jahre seit Beginn der weltweiten Wetteraufzeichnungen im Jahr 1850 registriert. Die durchschnittliche Temperatur lag im vergangenen Jahrzehnt weltweit um 0,46 Grad Celsius höher als im langfristigen Mittel.

Daten des US-Energieministeriums belegen, dass der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid im vergangenen Jahr stärker als bisher angestiegen ist: 512 Millionen Tonnen (plus 6 Prozent) betrug der Zuwachs von 2009 auf 2010 – das übertrifft die pessimistischsten Szenarien, die noch vor vier Jahren entwickelt wurden. Mitverantwortlich sind neue Kohlekraftwerke in Indien und China.

Weiterführende Informationen:
Dokumentation der Weltklimakonferenz in Durban 2011
Website der World Meteorological Organization


Global Reporting Initiative präsentiert neue Datenbank

Die Global Reporting Initiative (GRI) entwickelte eine neue Datenbank. Diese „Sustainability Disclosure Database“ bietet kostenfreien Zugang zu rund 8.000 Berichten von mehr als 3.000 Organisationen weltweit. Über die Suche können zum Beispiel bestimmte Branchen oder Regionen gefiltert werden.

Weiterführende Informationen:
GRI-Datenbank


Deutscher Nachhaltigkeitskodex beschlossen

Im Oktober verabschiedete der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Dieser wurde gemeinsam mit einer Empfehlung zur Implementierung an die Bundesregierung übergeben.

Dieses Tool soll die Nachhaltigkeitsleistung deutscher Unternehmen, NGO, Stiftungen, Universitäten, Medien, etc. transparent, vergleichbar und verbindlicher machen. Es enthält 20 Kriterien mit je bis zu zwei Leistungsindikatoren zu Ökologie, Sozialem und der Unternehmensführung (ESG). Entwickelt wurde er unter Einbeziehung relevanter Stakeholder (Vertreter der Finanzmärkte, von Unternehmen und der Zivilgesellschaft). Außerdem testeten 28 Unternehmen die Praxisrelevanz. In einem Kommentar werden die Schritte zur Entsprechenserklärung beschrieben und Begriffe definiert. Als Hilfe für diese Erklärung wird ein Excel-Template zur Verfügung gestellt. Die Unternehmen sind aufgefordert, die Entsprechenserklärung auszufüllen und zu veröffentlichen. Diese ist an die Global Reporting Initiative (GRI) und die Richtlinien zur Berichterstattung über ESG-Indikatoren der Europäischen Gesellschaft für Finanzanalysten (EFFAS) angelehnt. Ein Bericht nach GRI-Level A+ oder EFFAS-Level III erfüllt alle Anforderungen. Es gilt die Regel „comply or explain“, d.h. entweder die Anforderungen erfüllen oder Abweichungen erklären. Die externe Bestätigung ist nicht verpflichtend, wird jedoch begrüßt.

Außerdem wird empfohlen, diese Erklärung auch in die Auswahl von Geschäftspartnern und Lieferanten einzubeziehen. Investoren sollen diesen Bericht ebenfalls verlangen. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, den Kodex in die europäische Diskussion zu Nicht-Finanzkennzahlen einzubringen. Als nächste Schritte plant der Deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung die Einrichtung einer Datenbank zur Sammlung aller Entsprechenserklärungen, Monitoring und Dialogveranstaltungen. Bis 2013 soll die Einführung des Kodex evaluiert werden.

Weiterführende Informationen:
Website zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex


Nachhaltige Anlage-Bewertungssysteme

Der World Wide Fund for Nature (WWF) und die Allianz Österreich entwickelten ein 100 Kriterien-Modell (umfasst Umwelt, Soziales und Ökonomie), mit dem das gesamte Allianz-Portfolio bewertet werden soll. Die erste Erhebung wird den Indexwert 100 ergeben, wodurch sich in Zukunft ablesen lässt, ob die Anlagen nachhaltiger wurden oder nicht. Für Staaten und Unternehmen gibt es zwei unterschiedliche Bewertungsmodelle. Die Daten über die Staaten stammen zu 96 Prozent von international anerkannten Institutionen – was die Untersuchung von Nicht-EU-Ländern deutlich schwerer macht.

In eine ähnliche Richtung geht auch ein Projekt der UN Environment Programme Finance Initiative (UNEP FI), des Global Footprint Networks und führender Finanzinstitute. Die beiden launchten Mitte Oktober ein Projekt zur neuen Bewertung von Staaten. Denn auch Naturreichtum und ökologische Risiken (z.B. Abhängigkeit von ausländischen Ressourcen) sollen in die Ratings einbezogen werden.

Weiterführende Informationen:
Presseaussendung mit Details zum Portfolio-Bewertungssystem von Allianz und WWF
Artikel im Newsletter des Global Footprint Network zur Initiative

 


Rankings & Preise


Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie ausgeschrieben

Bis 3. Februar 2012 können Unternehmen in drei Kategorien für den Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie einreichen: Umwelt & Klima, Energie & Effizienz sowie Forschung & Innovation. Mit dem Sonderpreis „Start Up Ressourceneffizienz“ werden österreichische Jungunternehmer, die einen wesentlichen und messbaren Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz leisten, vor den Vorhang geholt. Hinter den Auszeichnungen stehen drei Ministerien: Technologie-, Umwelt- und Wirtschaftsministerium.

Anlässlich der Preisverleihung findet erstmals der Fachkongress „Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien“ am 22.05.2012 statt.

Weiterführende Informationen:
Staatspreis, Kategorien und Einreichformulare


Ausschreibung für den knewLEDGE-Staatspreis läuft bis 17. Februar

Der knewLEDGE Staatspreis prämiert innovative Entwicklungsansätze und die Schaffung von neuen Lernräumen. Teilnehmen können Profit- und Non-Profit-Organisationen in drei Kategorien: bis 100 Mitarbeiter, 101 bis 500 Mitarbeiter und über 500 Mitarbeiter. Außerdem wird der Sonderpreis Employer Branding vergeben. Bei der Bewertung der Jury stehen Innovationskraft und Professionalität im Vordergrund. Die Einreichung ist kostenlos und bis 17. Februar 2012 möglich.

Weiterführende Informationen:
knewLEDGE-Website


Stadt Wien schreibt Umweltpreis aus

Im Rahmen des Umweltpreises belohnt die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) den Einsatz für die Umwelt. Gleichzeitig will sie daraus entstehende Erfolge bei der Senkung von Betriebskosten öffentlich machen. Am Wettbewerb können alle Wiener Betriebe teilnehmen, die bereits im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien Umweltmaßnahmen durchführten. Auch Firmen, die Umweltprojekte ohne dem ÖkoBusinessPlan-Serviceprogramm umsetzten oder planten, können ihre Ideen und Aktivitäten bis 13.01.2012 einreichen.

Weiterführende Informationen:
Informationen zum Preis und Ausschreibungsunterlagen


SozialMarie wieder ausgelobt

Bereits zum achten Mal werden Projektbetreiber gesucht, die mit innovativen Lösungen auf geänderte gesellschaftspolitische Bedingungen reagieren. Die SozialMarie will soziale Ideen und deren Umsetzung öffentlich bekannt machen und die Vernetzung von Sozialprojekten fördern. Die 15 besten eingereichten Projekte werden mit dem Preis prämiert. Heuer gibt es erstmals auch eine Publikumsauszeichnung, die Wahl findet online auf der Website des Preises statt. Teilnahmeberechtigt sind Projekte aus Österreich und Ungarn bzw. aus den Nachbarnländern Österreichs in einem 300km-Umkreis von Wien.

Weiterführende Informationen:
Website der SozialMarie


ASRA holte beste Nachhaltigkeitsberichte vor den Vorhang

47 Organisationen und Unternehmen reichten ihre Nachhaltigkeitsberichte bzw. integrierten Geschäftsberichte zum Austrian Sustainability Reporting Award ein, 16 Sieger wurden von der ASRA-Jury gekürt. Diese merkte an, dass die eingereichten Berichte von Jahr zu Jahr nicht nur mehr sondern auch besser werden, so dass es immer schwieriger wird, die sehr Guten zu differenzieren.

Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben. In der Kategorie Nachhaltigkeitsbericht großer Unternehmen gewann die OMV AG, die Brauerei Murau überzeugte unter den Klein- und Mittelbetrieben bis 250 Mitarbeiter und als Gesamtsieger, die htl donaustadt gewann mit dem besten Bericht eines öffentlichen Unternehmens, und mit ihrem Integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht punktete die EVN AG.

Bei der Preisverleihung gaben die Key Note Sprecher Einblicke in das International Integrated Reporting Committee (IIRC), die Inhalte des IIRC Diskussionspapiers und das Integrated Reporting aus der Sicht des Kapitalmarkts.

Weiterführende Informationen:
Presseaussendung inkl. Auflistung aller prämierten Berichte
Key Note Reden bei der Preisverleihung und Informationen zum ASRA


Klimaschutzpreis verliehen

Der österreichische Klimaschutzpreis wurde vom Lebensministerium und ORF wieder in vier Kategorien vergeben: Landwirtschaft & Gewerbe, Industrie & Großbetriebe, Öffentliche Einrichtungen & Regionen sowie Alltag & Ideen. Rund 300 Projekte wurden eingereicht und 60.000 Publikumsstimmen abgegeben. Die meisten Punkte holten bei Jury und Publikum der Kräuterhändler Sonnentor (Niederösterreich), das Bauprojekt Griffen Green (Kärnten), die Initiative Bergladen Vorderstoder (Oberösterreich) und das Abschlussprojekt „Photovoltaik-Eisdiele“ zweier Schüler an der HTBLA Weiz (Steiermark).

Weiterführende Informationen:
Website des Klimaschutzpreises inklusive ORF-Beiträge über alle Nominierten und Sieger


2 Unternehmen und 1 Verein mit meritus ausgezeichnet

Der von den Queer Business Women und den austrian gay professionals initiierte Preis ehrt Unternehmen, die sich mit aktivem Diversity Management in der Dimension der sexuellen Orientierung für die Gleichbehandlung homosexueller Mitarbeiter und ein offenes Betriebsklima einsetzen. Die Auszeichnung wurde im Oktober 2010 an zwei Großunternehmen (Bank Austria und TNT Express Austria) sowie ein KMU, den Verein „Eltern für Kinder Österreich“, überreicht.

Weiterführende Informationen:
meritus-Website


EMAS-Preise in Krakau überreicht

Die EU-weiten EMAS-Preise (Eco-Management and Audit Scheme) wurden am 17. November 2011 in Krakau verliehen. Thema des heurigen Umweltmanagement-Wettbewerbs war „Stakeholder involvement, including employee involvement, leading to continuous improvement”. Unter den Mikro-Unternehmen überzeugte Belvas Organic Chocolate (Belgien), Kneissler Brüniertechnik (Deutschland) gewann in der Kategorie Kleinunternehmen, die österreichische ebswien hauptkläranlage erhielt den Preis für die Mittelunternehmen. Bestes Großunternehmen wurde die Eurobank EFG Bank (Griechenland). Auch öffentliche Organisationen wurden ausgezeichnet: die deutsche Fritz-Erler-Schule Pforzheim setzte sich unter den Kleinorganisationen durch, die Verwaltung von Ravenna (Italien) unter den großen Organisationen. Darüber hinaus erhielt der Salzburger Flughafen einen Anerkennungspreis für seine Aktivitäten zur Reduzierung des Fluglärms, die Anrainereinbindung und insgesamt für seine Bemühungen zur Verbesserung der Umweltleistung.

Weiterführende Informationen:
EMAS-Preisträger 2011
Österreichische EMAS-Website


Nachhaltige Gestalter gewählt

Auf Initiative des Magazins LebensART nominierten rund 500 Unternehmer und Manager besonders nachhaltige Personen aus dem Wirtschaftsleben. Den ersten Platz errang heuer Ernst Gugler (gugler cross media), gefolgt von Angie Rattay (neongreen, Erdgespräche) und Horst Ebner gemeinsam mit Gudrun Stöger (oekostrom).

Über besonders engagierte Bürgermeister stimmten ihre Amtskollegen ab. In Niederösterreich setzte sich Marianne Fallmann (Purgstall) durch, in Oberösterreich Ulrike Böker (Ottensheim), Johann Hutzinger (Bergheim) in Salzburg und Walter Hartlieb (Kötschach-Mauthen) in Kärntnen. Gewinner in der Steiermark war Gerald Maier (Ebersdorf), in Tirol siegte Dietmar Ruggenthaler (Virgen), in Vorarlberg Georg Moosbrugger (Langenegg) und im Burgenland Bernhard Deutsch (Strem). In Wien wurde Thomas Blimlinger, Bezirksvorsteher des 7. Bezirks, zum engagiertesten Lokalpolitiker gewählt.

Weiterführende Informationen:
Nachhaltige Gestalter 2011
Engagierte Bürgermeister


Staatspreis für alternative Mobilitätslösungen überreicht

Mit dem Staatspreis Mobilität fördert das BMVIT alternative Mobilitätslösungen. In der Kategorie Innovativ E-Mobil (E-Fahrzeugtechnologien und -komponenten) überzeugten das Projekt „Solarbus“ eingereicht von der Firma Solarmobil Austria sowie das Projekt „Zero Emission Motor Cycle – Freeride-E“ der Firma KTM Sportmotorcycle AG die Jury. In der Kategorie „Intelligent E-Mobil“ wurde das Projekt „BALLADE“, eingereicht von der Firma EVERYNEAR GmbH, ausgezeichnet. Das „Safe e-biking – SEEKING“ des Austrian Institute of Technology (AIT) gewann den Preis „Sicher E-Mobil“. Der Anerkennungspreis „Jugend E-Mobil“, ging an das Projekt „E-Mobility 4-U“ der RIC – die Regionale Innovations Centrum GmbH.

Weiterführende Informationen:
Website zum Staatspreis
Presseaussendung mit allen Gewinnern


Gewinner des 26. ÖGUT-Umweltpreises

Bereits zum 26. Mal zeichnete die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) die besten Nachhaltigkeitsprojekte aus. Die Leistungen von Univ. Prof.in Dr.in rer. nat. Gabriele Berg bei der Umsetzung neuer mikrobiologischer Erkenntnisse zur Lösung von Umweltproblemen wurden mit dem Preis in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“ gewürdigt. In der Kategorie „Urban Technologies“ überzeugte das Tool zur Sanierung zum Plus-Energiegebäude von AEE INTEC. Die zwei „Monika Polster-Sonderpreise für betrieblichen Umweltschutz“ (langjährige Umweltbeauftragte von Coca-Cola Hellenic Österreich) gingen an das Großunternehmen Fritz EGGER GmbH & Co OG Holzwerkstoffe (breit angelegtes Konzept im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz) bzw. den Malereibetrieb HERBSTHOFER (Kleinunternehmen, erster klimaneutraler Malereibetrieb Österreichs). Zur „Nachhaltigen Kommune“ wurde die Sonnenstadt St. Veit a. d. Glan gekürt. Den Preis in der Kategorie „Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement“ erhielt das Shared Space Projekt „Charrette Sonnenfelsplatz“ in Graz.

Weiterführende Informationen:
Details zu den Umweltpreisen


Energy Globe Awards international und national vergeben

Fünf Kategorie- und ein Gesamtsieger wurden bei den Energy Globe Awards 2011 gekürt – auf nationaler und internationaler Ebene. Weltweiter Gesamtsieger ist Natural Ressources Canada mit dem Projekt „Drake Landing Solar Community“, das auch in der Kategorie Feuer gewann. Die russische Far Eastern Federal University, Vladivostok, punktete mit ihrem passiven Solarhaus-Design für Sibirien in der Kategorie Erde. Mit Solarwasserpumpen und Schulungen zum nachhaltigen Umgang mit dem kühlen Nass gewann AsoFenix aus Nicaragua in der Kategorie Wasser. Der Preis für die Kategorie Luft ging nach Schweden, an den Hafen von Göteburg für das OPS System (Onshore Power Supply), eine Starkstromversorgung für im Hafen liegende Frachter. Gleichauf liegt die Schweizer Migros für ihre umfassenden Energieffizienz-Projekte. In der Kategorie Jugend wurde der Chipembele Wildlife Education Trust für das Ausbildungsprogramm „Natur schätzen, Natur schützen“ für Jugendliche ausgezeichnet.

In Österreich wurden Gerald Zotter & GASEVO GmbH Gesamtsieger und Sieger der Feuer-Kategorie mit ihrem Projekt „CRYO-P Speichersystem für bedarfsgerechte Einspeisung von volatiler regenerativer Energie“. Die WDL – Wasserdienstleistungs GmbH wurde für den „Rohrinspektor“ in der Kategorie Wasser ausgezeichnet. Cargo-Partner GmbH punktete mit einem Maßnahmenpaket für Klimawandel und Güterverkehr in der Kategorie Luft, und die Energieagentur Ing. Walter Baierl, Ingenieurbüro für Elektrotechnik / Energietechnik gewann mit dem Projekt „Energieschlaumeier – Kids-Family-Nature meets Energy“ in der Jugend-Kategorie. Der österreichische Gemeinde-Sonderpreis ging an die Marktgemeinde Gutau, die Fernwärme Gutaureg GenmbH und die Ökoenergie Gutau & Co KG für ihr gemeinsames Engagement für mehr Energieffizienz.

Weiterführende Informationen:
Internationale Preisträger und Projektbeschreibungen
Österreichische Preisträger und Projektbeschreibungen


Beste Online-CSR-Kommunikation ausgezeichnet

Der Mailänder Berater Lundquist erhob wieder die Online-Kommunikation der CSR-Aktivitäten von mehr als 220 der größten (börsennotierten) Unternehmen Europas. Anhand von 79 Kriterien werden nur online verfügbare Nachhaltigkeitsinformationen beurteilt – Berichte oder Broschüren im pdf-Format finden keine Berücksichtigung. Insgesamt konnten beim „CSR Online Award“ 100 Punkte erreicht werden. Mit 84 Punkten lag der britische Energiekonzern Centrica europaweit vorne, gefolgt von Deutsche Post DHL und Telecom Italia.

Weiterführende Informationen:
Excecutive Summary


Salzburger Unternehmen mit 1. Corona-CSR-Preis ausgezeichnet

Der erste Salzburger CSR-Preis Corona wurde am 1.12.2011 an vier Siegerprojekte verliehen. In der Kategorie unter 20 Mitarbeiter gewann die Algo GmbH, in der Kategorie 20 – 100 Mitarbeiter setzte sich die WIFF Mairhofer & Co. KG durch und unter den Firmen mit über 100 Mitarbeitern siegte die Gebrüder Weiss GmbH Salzburg. Der Sonderpreis für Ein-Personen-Unternehmen ging an Gabriele Rechberger. Diese Firmen wurden ausgezeichnet, weil sie herausragende Maßnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility setzen und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung als maßgebliche Komponente für den Erfolg ihres Betriebes sehen.

Hinter dem Preis stehen der Salzburger Wirtschaftsbund, die Salzburger Landes-Versicherung, der Raiffeisenverband Salzburg und die Salzburger Kronenzeitung.

Weiterführende Informationen:
Details und Bilder der Preisverleihung

 


Studien


Klimawandel beschäftigt Europäer mehr als Wirtschaftskrise

Eine aktuelle Eurobarometer-Sonderumfrage der Europäischen Kommission zeigt, dass sich die Europäer mehr Sorgen um den Klimawandel als um die wirtschaftliche Lage machen. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen ersteren als sehr ernstes Problem, für einen von fünf Befragten ist er die größte globale Bedrohung. 51 Prozent reihen den Klimawandel als größte oder eine der größten Herausforderungen, verglichen mit 45 Prozent, die die wirtschaftliche Situation so beurteilen. 78 Prozent der Europäer glauben, dass die Bekämpfung der Änderung des Klimas und die Verbesserung der Energieeffizienz zur Förderung der Wirtschaft und der Beschäftigung in der EU beitragen können (gegenüber 63 Prozent im Jahr 2009). Die Bewohner aller Mitgliedsstaaten denken, dass sich die EU bis Mitte des Jahrhunderts zu einer klimafreundlichen Gesellschaft mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln wird.

Weiterführende Informationen:
Kurzfassung der Studie
Vollständiger Eurobarometer-Bericht


EU-Fortschrittsbericht zeichnet ambivalentes Bild

Der EU-Monitoringbericht 2011 zur europäischen Nachhaltigkeitsstrategie prüft mittels 111 Indikatoren, ob eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensqualität der heutigen und künftigen Generationen erreicht wird. In Bezug auf die seit 2000 erreichten Fortschritte werden positive Trends bei den Indikatoren für Armutsgefährdung oder soziale Ausgrenzung verzeichnet, ebenso bei den Treibhausgasemissionen und dem Verbrauch erneuerbarer Energien.

Allerdings entwickeln sich die Bereiche Ressourcenproduktivität, Beschäftigung älterer Menschen, Energieverbrauch des Verkehrs im Verhältnis zum BIP, die Erhaltung der Fischbestände und die öffentlichen Entwicklungshilfe ungünstig. Eurostrat betont jedoch, dass die Situation durch die Wirtschafts- und Finanzkrise erschwert wurde.

Weiterführende Informationen:
Eurostrat-Bericht
Website zu den Indikatoren


Investitionen in nachhaltige Unternehmen zahlen sich aus

Berechnungen der Harvard und der London Business School ergaben, dass Investitionen in nachhaltigere Unternehmen mehr bringen. Sie analysierten 180 US-amerikanische Firmen im Zeitraum von 1993 bis 2010, die sie in nachhaltige und wenig nachhaltige Unternehmen unterteilten. Dadurch konnten die Forscher nachweisen, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environment, Social und Governance) bei der Auswahl von Aktien nach drei Jahren eine positive Outperformance generiert. Mit längerem Anlagehorizont steigt sie kontinuierlich an. Ein Dollar, der 1993 in ein nachhaltiges Unternehmen investiert wurde, vermehrte sich bis Ende 2010 auf durchschnittlich USD 22,6. Investiert in ein nicht-nachhaltiges Unternehmen wurden daraus nur USD 15,4.

Weiterführende Informationen:
Working Paper „The Impact of a Corporate Culture of Sustainability on Corporate Behavior and Performance”


Diversity zahlt sich aus

McKinsey zeigt in einer aktuellen Studie, dass Diversity und Unternehmenserfolg weltweit miteinander korrelieren. So erzielten Unternehmen mit hoher Vielfalt im Vorstand in den volatilen Jahren zwischen 2008 und 2011 um 53 Prozent höhere Kapitalrenditen (ROE) und um 14 Prozent höhere Betriebsergebnisse (EBIT-Marge) als diejenigen mit der geringsten Diversität. Untersucht wurden 180 Firmen aus den klassischen Leitindizes in Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie den USA (Fortune 500). Zwei Faktoren zählten: Geschlecht und Internationalität.

Weiterführende Informationen:
Pressemeldung zur Studie
Paper „Vielfalt siegt! Warum diverse Unternehmen mehr leisten“


Frauenanteil im Vorstand wächst weltweit minimal

Der Frauenanteil im Vorstand der 200 umsatzstärksten Unternehmen weltweit (Fortune Global 200) liegt bei 13,8 Prozent, so eine Studie von Corporate Women Directors International. Er ist damit um 1,1 Prozent gestiegen. Ein Grund liegt in den Frauenquoten einiger europäischer Länder, wo Frauen rund 16,1 Prozent der Vorstände stellen. Den größten Zuwachs verzeichneten Frankreich (Quote seit 2010, Anstieg von ca. sieben auf rund zwanzig Prozent) und Spanien (Quote seit 2007, von zwei auf mehr als neun Prozent).

Weiterführende Informationen:
Schlüsselergebnisse
Liste der Unternehmen mit dem höchsten Frauenanteil im Vorstand


Drei österreichische Firmen in den Carbon Disclosure-Leadership Index (CDLI) aufgenommen

Das CDP Carbon Disclosure Project erfragt im Namen von Investoren den Umgang von Unternehmen mit Emissionen. Zum ersten Mal konnten 2011 auch österreichische Firmen an der Umfrage teilnehmen. 30 wurden dazu eingeladen, 13 übermittelten ihre Daten. Generell sind große Firmen auskunftsfreudiger als kleinere, so die Studienautoren. Drei Unternehmen schafften auf Anhieb den Einstieg in den deutsch-österreichischen Carbon Disclosure-Leadership Index (CDLI). Dieser besteht aus den 30 Unternehmen, die nach dem Kriterium der Vollständigkeit der Berichterstattung die höchsten Punktezahlen erhielten. Aus Österreich qualifizierten sich Raiffeisen, Strabag und Verbund. Wird allerdings der europaweite Index herangezogen, so findet sich keine heimische Firma unter den Top 30.

Sieben heimische Unternehmen berichteten laut CDP über direkte und indirekte Emissionen (Scope 1 und Scope 2 Emissionen), die Scope 1 -Emissionen wurden in vier Fällen auch extern verifiziert. Ihre Reduktionsziele legen sechs Unternehmen offen, allerdings gaben nur zwei Auskunft über die dafür veranschlagten Investitionen.

Weiterführende Informationen:
Carbon Disclosure Project


Fünf Staaten verursachen Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen

Risikoanalyst Maplecroft errechnete, dass nur fünf Staaten für die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind: China vor den USA, Indien, Russland und Japan. Die ersten zehn Länder auf der Maplecroft-Liste (inkl. Brasilien, Deutschland, Kanada, Mexiko und Iran) verursachen zwei Drittel des globalen Ausstoßes dieses Treibhausgases.

China produziert 9.411 Megatonnen CO2-Äquivalent (umfasst neben Kohlendioxid auch andere klimaschädliche Gase wie Methan und Stickstoffoxid), die USA 6.539 Megatonnen CO2e, Indien 2.272,45 Megatonnen CO2e (großer Anteil an Methan aus der Landwirtschaft) und Russland 1.963 Megatonnen CO2e.


Weltweit mehr Nachhaltigkeitsberichte

KPMG untersuchte die Nachhaltigkeitsberichterstattung der 3.400 umsatzstärksten Unternehmen aus 34 Ländern (100 pro Land, ohne Österreich). Je mehr Umsatz eine Firma macht, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass es einen Report veröffentlicht. 95 Prozent der 250 größten Unternehmen (G250) weltweit legen ihre gesellschaftliche Verantwortung bereits offen – das sind um 14 Prozent mehr als vor drei Jahren. Fast die Hälfte der Top-250-Firmen gibt an, dass es sich für sie auszahlt, z.B. durch ein gesteigertes Markenimage, und rund 80 Prozent orientieren sich an der Global Reporting Initiative (GRI). Unter allen untersuchten Unternehmen (Top 100/Land, kurz N100) folgen 69 Prozent diesen Richtlinien. Aufgesplittet nach Ländern berichten 69 Prozent der Börsennotierten ihr Nachhaltigkeitsmanagement, aber nur 36 Prozent der Familienbetriebe.

Länder-Spitzenreiter sind Großbritannien und Japan, alle bzw. 99 Prozent der größten Unternehmen publizieren hier einen Nachhaltigkeitsbericht. Danach folgen Südafrika (97 Prozent), Frankreich (94 Prozent), Dänemark (91 Prozent) sowie Brasilien und Spanien mit jeweils 88 Prozent. Die Sektoren mit den meisten Berichten sind die Forst- und Papierwirtschaft bzw. Minen (beide 84 Prozent), die Automobil-Branche (78 Prozent), Kommunikation und Medien (74) sowie öffentliche Versorgungseinrichtungen (71 Prozent).

Ein schwieriges Thema für viele Unternehmen ist die Datenqualität – ein Drittel der G250 und mehr als 20 Prozent der N100 geben Umformulierungen ihres Nachhaltigkeitsberichts heraus. Nur 35 Prozent der G250 und 40 Prozent der N100 inkludieren Auskünfte über ihre CSR-Governance und -Kontrollmechanismen. Externe Bestätigung/Kontrolle werden langsam üblicher, denn 46 Prozent der G250 und 38 Prozent der N100 (Vorreiter: Indien) setzen auf Auditoren außerhalb des Unternehmens.

Weiterführende Informationen:
KPMG International Survey of Corporate Responsibility Reporting 2011


Transparency International berichtet über Korruption in Staaten und Unternehmen

Transparency International veröffentlichte im Herbst 2011 den Korruptionswahrnehmungsindex (Staaten) und den Bestechungszahlerindex (Unternehmen).

Im aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex liegt Österreich auf Platz 16. Das entspricht dem schlechten Mittelfeld verglichen mit anderen hochentwickelten Industriestaaten. Auf der Skala von null (Wahrnehmung umfassender Korruption) bis zehn (völlige Korruptionsfreiheit des öffentlichen Sektors) erreicht die Alpenrepublik 7,8 Punkte. Österreich lag 2005 noch auf dem 10. Rang und fiel seither kontinuierlich zurück. Weltweit am wenigsten korrupt ist Neuseeland, am anderen Ende der Skala liegen Somalia und Nordkorea. Gemessen wurde die Einschätzung der Verbreitung von Korruption im gesamten staatlichen Sektor (Bestechlichkeit von Amtsträgern, etc.) durch Unternehmensberatungsagenturen und Manager international tätiger Unternehmen.

Der Bestechungszahlerindex listet 28 führende Exportnationen nach der Neigung ihrer Unternehmen auf, Bestechungszahlungen im Ausland zu leisten. Die Reihung erfolgt auf Grund der Einschätzung von über 3.000 Führungskräften aus Industrie- und Schwellenländern. Russischen und chinesischen Firmen wird am ehesten unlauteres Verhalten zugetraut. Firmen aus den Niederlanden, der Schweiz und Belgien bestechen am seltensten. Aufgesplittet nach Sektoren schnitt die Baubranche am schlechtesten ab, der Öl- und Gassektor ist ebenfalls einem hohen Korruptionsrisiko ausgesetzt.

Weiterführende Informationen:
Korruptionswahrnehmungsindex
Bestechungszahlerindex


Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter im deutschprachigen Raum

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen veröffentlichte Ende November den „Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2011 – Deutschland, Österreich und die Schweiz“. Nachhaltige Publikumsfonds und sonstige Geldanlagen verzeichneten 2010 in Deutschland und der Schweiz 23 Prozent Wachstum, in Österreich 17 Prozent. Insgesamt wurden EUR 94,5 Milliarden in derartige Angebote investiert, davon EUR 57 Milliarden in Deutschland. Die nachhaltigen Investments machten am österreichischen Gesamtmarkt 2010 1,7 Prozent aus, 2009 lagen sie noch bei 1,5 Prozent.

Weiterführende Informationen:
Marktbericht nachhaltige Geldanlagen 2011


Bewusstsein für Wasserrisiken noch gering, aber steigend

Deloitte lud Unternehmen der FTSE Global Equity Index Series (Global 500) sowie erstmals der Australian Securities Exchange (Australia 100) und der Johannesburg Stock Exchange (SA 100) ein, Fragen zu ihrem Umgang mit Wasser zu beantworten. 60 Prozent der Global 500, 41 Prozent der Australia 100 sowie 51 Prozent der SA 100 beteiligten sich an der Erhebung. Daraus entstand der „CDP Water Disclosure Global Report 2011“ des Carbon Disclosure Projects, das 354 Investoren mit einem Vermögen von USD 43 Billionen vertritt.

59 Prozent der antwortenden Global 500 berichten über Risiken im Zusammenhang mit Wasser. Mehr als ein Drittel verzeichnete bereits negative Einflüsse durch Wasser auf ihr Geschäft. Die Kosten dafür lagen bei rund USD 200 Millionen. 63 Prozent der Unternehmen identifizierten aber auch geschäftliche Potenziale, z.B. Kostensenkung durch mehr Effizienz im Umgang mit Wasser, Umsätze aus neuen Wasser-bezogenen Produkten oder Dienstleistungen sowie höherer Markenwert.

In Australien und Südafrika verzeichneten weitaus mehr Firmen negative Einflüsse durch das kühle Nass: Mehr als 50 Prozent der Australia 100 und über 58 Prozent der SA 100 waren davon bereits betroffen.

Weiterführende Informationen:
CDP Water Disclosure Global Report 2011


Spekulationen haben negative Auswirkungen auf die Agrar-Rohstoffpreise

Eine aktuelle Studie im Auftrag von foodwatch kommt zum Schluss, dass die Spekulationen mit Nahrungsmitteln deren Preise in die Höhe treiben. Allein im Jahr 2010 stiegen die Nahrungsmittelkosten um ein Drittel – mehr als 40 Millionen Menschen wurden dadurch zusätzlich in die Armut getrieben. Parallel dazu gab es einen neuen Rekord an Kapitalanlegern, die in Papiere für Wetten mit Rohstoffen (etwa Mais und Weizen) investierten. Bis Ende März betrug die von Versicherungen, Pensionsfonds etc. aufgebrachte Summe USD 600 Milliarden. Bis zur Jahrtausendwende schlossen vor allem Produzenten und Verarbeiter Verträge („Futures“) über Waren und Liefertermine in der Zukunft ab, um besser planen zu können und sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Durch die Deregulierung konnten sich ab diesem Zeitpunkt alle Investoren an den Rohstoffbörsen beteiligen. Lag der Anteil der zu rein spekulativen Zwecken gehaltenen Weizen-Kontrakte an der Chicagoer Börse (CBOT) bis 1999 noch bei 20 bis 30 Prozent, so beträgt er heute bis zu 80 Prozent. Die Preise schwankten bis 2004 in der Regel nur um bis zu 30 Prozent jährlich, heute sind Ausschläge von bis zu 70 Prozent gang und gäbe. Da Indexfonds auf langfristig steigende Preise spekulieren, investieren sie nur in Kaufkontrakte („long-only“). Diese virtuelle Nachfrage lässt die tatsächlichen Preise für die Rohstoffe steigen. Die Kosten für die drei wichtigsten Getreidesorten Weizen, Mais und Reis lagen 2011 im weltweiten Durchschnitt inflationsbereinigt um 150 Prozent über denen im Jahr 2000.

foodwatch zieht auch die Ölpreise zum Beweis heran: Finanzinvestoren haben einen langfristigen Einfluss auf den Rohölmarkt, was auch in der Fachwelt anerkannt wird. Allein durch die so beeinflussten Treibstoff- und Düngemittelpreise (machen ca. ein Viertel der Produktions- und Vermarktungskosten von Getreide aus) kann laut foodwatch der Einfluss der Finanzanleger auf die Lebensmittelpreise als gesichert angesehen werden.

Weiterführende Informationen:
Bericht „Die Hungermacher“
Kernergebnisse des Berichts „Die Hungermacher“


CSR im österreichischen Einzelhandel getestet

Forscher der Universität Graz untersuchten im Auftrag von Lebensministerium und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Nachhaltigkeit im österreichischen Lebensmittelhandel. Neun Supermarktketten wurden aufgefordert, Informationen zur Verfügung zu stellen, vier sagten ab (Nah & Frisch, Unimarkt, Sutterlütty, Zielpunkt). Im Ranking liegt MPreis vorne, dahinter folgen Spar, Rewe und Hofer (diese drei vereinnahmen über 80 Prozent des jährlichen Umsatzes in der Branche) und schließlich Lidl. Bewertet wurde hauptsächlich die Sortimentspolitik, geringer gewichtet waren die allgemeine Unternehmenspolitik und die innerbetriebliche Performance in ökologischer und sozialer Hinsicht (betrieblicher Umweltschutz und Personalpolitik).

Weiterführende Informationen:
Website zur Studie
Konsument-Bericht über „Supermärkte im Ethiktest“


Österreichern ist sauberer Strom wichtiger als billiger

Eine Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag von Oesterreichs Energie zeigt, dass den Österreichern erstmals wichtiger ist, wie ihr Strom produziert wird, als ein niedriger Preis. Die Katastrophe in Fukushima hat laut Studienautoren zum Umdenken beigetragen. Am meisten zählt jedoch die Versorgungssicherheit. 79 Prozent ist es wichtig oder sehr wichtig, dass der in Österreich verbrauchte Strom zur Gänze im Land produziert wird. Das entspricht einer Steigerung von neun Prozent im Vergleich zu 2009.

Die Befragten stehen auch dem Ausbau erneuerbarer Energien aufgeschlossen gegenüber: Die Zustimmung zur Windkraft ist am stärksten, gefolgt von Wasserkraft, Fotovoltaik, Erdwärme und Geothermie. Zusätzlich wünschen sich die Österreicher eine verstärkte Förderung von Ökostrom und einen Ausbauplan, der von der Politik vorgegeben wird.

70 Prozent erwarten, dass in Zukunft mehr Energie verbraucht wird, vor allem Strom und Gas. Bei Öl und Kohle rechnet die Mehrheit mit einem Rückgang. Allerdings geben die Österreicher auch an, dass ihr privater Energieverbrauch nicht steigen wird. Im Privatbereich sind sie nicht ganz sattelfest: 39 Prozent der Befragten glauben richtigerweise, dass in Österreichs Haushalten die meiste Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht wird. 23 Prozent glauben, dass (alte) Elektrogeräte am meisten Energie verbrauchen, 11 Prozent vermuten, dass es die Beleuchtung ist, und sieben Prozent sehen die Stand-By-Nutzung als größten Energieverbraucher. Tatsächlich werden 57 Prozent der aufgewandten Energie in durchschnittlichen Haushalten für Heizung und Warmwasser aufgewandt, 35 Prozent für den PKW, sieben Prozent für Haushaltsgeräte, ein Prozent für die Beleuchtung und nur 0,1 Prozent für Stand-By-Geräte. Der Durchschnittsverbrauch pro Österreicher beträgt 2.027 kWh pro Jahr.

Weiterführende Informationen:
Präsentation zur Studie


Energieversorger brauchen bessere Nachhaltigkeitskommunikation

BearingPoint befragte 45 Energieversorger sowie 350 private Endverbraucher zur Nachhaltigkeit der Energieversorger in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 60 Prozent der Unternehmen formulierten eine entsprechende Strategie, viele informieren darüber im Rahmen eines Umwelt-, CSR-, Fortschritts- oder kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts. So wollen ca. 90 Prozent der Firmen mit Interessengruppen in den Dialog treten.

Der wichtigste Adressat dieser Publikationen, der private Kunde, hat an den Reports aber laut der BearingPoint-Studie nur wenig Interesse – 63 Prozent kennen ihn nicht, nur 12 Prozent haben ihn gelesen. Nur ein Viertel jener, die die Berichte kennen, finden die Informationen darin vertrauenswürdig. Der Grund: Die Versorger berichten vor allem über soziales Engagement und Corporate Citizenship, die Verbraucher interessieren sich jedoch stärker für aktuelle Fragestellungen der Energieversorgung und -sicherheit. Fakten, externe Berichtsstandards (z.B. Global Reporting Initiative/GRI, UN Global Compact) und die Verknüpfung von Nachhaltigkeits- und Unternehmensstrategie bringen Pluspunkte. Nachhaltigkeitsaspekte spielen für mehr als 60 Prozent der befragten Kunden eine Rolle bei der Wahl ihres Energieversorgers.

Weiterführende Informationen:
Download der Studie

 


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